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Die geheimnisvolle Entdeckungsreise zur Ästhetik der Sprache

Sprache ist faszinierend. Sprache ist bedeutsam. Sprache ist Sozialisation. Sprache ist Ausdruck seiner Selbst. Sprache ist Kultur. Sprache ist störungsanfällig. Sprache ist...

 

In letzter Zeit sinniere ich über die Ästhetik der Sprache und was sie mir bedeutet. Klingt trocken? Ist es definitiv nicht. Lasst euch in diesem Blog auf meine kurze Gedankenreise mitnehmen.

 

Der mündliche und schriftliche sprachliche Ausdruck ist meine Leidenschaft. Insbesondere beruflich beschäftige ich mich mit den Facetten der deutschen Sprache und was ich mit dem Gesagten oder Geschriebenen beim Empfänger bewirke.

Der sprachliche Ausdruck birgt etwas Geheimnisvolles, ja gar Mystisches. Wir können uns buchstäblich in Rätseln ausdrücken oder uns klar und verständlich äussern. Stets unterstützt durch die nonverbalen und paraverbalen Ausdrucksformen, also Gestik und Mimik bzw. Stimmlage und Intonation.

 

Auch einzelne Wörter können wohlklingend, selten und speziell sein - je nach Affinität und Wortschatz des Senders. Ich liebe es neue Wörter zu entdecken und sie in meinen Wortschatz zu integrieren. Ich ertappe mich häufig dabei, dass ich beim Schreiben nach Synonymen recherchiere, um meine Texte abwechslungsreicher und ästhetisch ansprechender zu gestalten. 

Mit Achtsamkeit und Wertschätzung ästhetisch kommunizieren

Mit Sprache können wir nicht nur wortgewandt und facettenreich kommunizieren, sondern auch Achtsamkeit und Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Das, was man sagen möchte, kann beim Empfänger sehr viele Reaktionen auslösen - positive wie auch negative: Will ich wohlwollende zwischenmenschliche Verständigung erzeugen oder gar manipulativ in einen thematischen Teilbereich meines Gegenübers eindringen?

Als Kommunikationsprofi ist es meine Aufgabe mich in meinen Adressaten feinfühlig hineinzuversetzen, zu antizipieren, wie das Geschriebene auf ihn/sie wirken könnte. Als fantasievolle und empathische Person gelingt es mir meistens sehr rasch, mich in die Welt meines Auftraggebenden einzudenken. Die Kunst der kommunikativen Verständigung besteht hier im Vermögen des Abstrahierens: Seine eigenen (Wert-) Vorstellungen und Ansichten zu Gunsten derjenigen des Auftraggebenden in den Hintergrund zu stellen und sich gedanklich in eine andere Welt begeben - das ist aus Kommunikationssicht Abenteuer pur! 

Hier beginnt sie, die geheimnisvolle Entdeckungsreise

Warum bezeichne ich den mündlichen und schriftlichen Ausdruck als geheimnisvoll? Weil er für mich immer eine Entdeckungsreise darstellt: Ich entdecke die materielle und immaterielle Welt eines anderen Individuums und unter Umständen dessen Anspruchsgruppen. Ich lerne eine Unternehmung mit ihrer ganz eigenen etablierten Sprache und (Sprach-) Kultur kennen. Ich tauche ein in ein zwischenmenschliches Miteinander und entdecke teilweise Unzulänglichkeiten, die es kommunikativ zu nivellieren oder gar zu beseitigen gilt.

 

Bereichert von den Eindrücken erstelle ich meine Schriftstücke und gehe mit neuen Erkenntnissen und Wissenszuwachs in meiner Profession auf und auf meinem Weg weiter. Ein wunderbares, befriedigendes und sinnstiftendes Gefühl.

 

Darum ist Sprache geheimnisvoll und für mich immer eine Entdeckungsreise wert.