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Super Sonntag mit glp Treffsicherheit

[KOMMENTAR] Die Schweiz hat am 27. September 2020 mit der fünfhöchsten Wahlbeteiligung seit Einführung des Frauenstimmrechts 1971 gewählt: die fünf gewichtigen Vorlagen ("Begrenzungsinitiative", "Kampfjetbeschaffung", "Vaterschaftsurlaub", "Kinderabzüge" und "Revision Jagdgesetz") bewegten 59.4% der Schweizer Stimmberechtigten an die Wahlurnen.

 

glp als politischer Richtungsweiser mit Treffsicherheit

Mit Stolz kann ich sagen, dass die glp in diesen Wahlen sehr häufig das Zünglein an der Wage spielte und analog zu den Februar-Wahlen ihre Abstimmungsparolen 1:1 in den Wahlergebnissen abbilden konnte. Damit gilt die glp als Richtungsweiser in der Schweizer Politiklandschaft und bestätigt ihre politische Stossrichtung des liberalen, sozialen und grünen Gedankenguts.

 

Wie wichtig der bilaterale Weg mit der EU ist, hat das eindeutige Wahlergebnis zur Ablehnung der Begrenzungsinitiative aufgezeigt. Das Schweizer Stimmvolk hat zum vierten Mal eine einschlägige SVP-Initiative abgelehnt und bestätigt somit sehr klar, dass man den pro-europäisch Weg gutheisst und weitergehen möchte.

 

Ebenso erfreulich ist, dass ein Zeichen für mehr gesellschaftliche Öffnung und Gleichstellung mit der Annahme des zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs gesetzt wurde. Das zeugt für mich ganz klar von einer sehr modernen gesellschaftlichen Einstellung und spiegelt definitiv den Zeitgeist wider, dass Familie gemeinsame Elternzeit ist.

Dass auch der Schutz des Wolfes essentiell ist, zeigte die Ablehnung des revidierten Jagdgesetzes, welches das bestehende gelockert und den Artenschutz gefährdet hätte.

 

Auch wenn die Schweiz ein kleiner Fleck auf dem grossen Atlas ist: ein zeitgemässes Kampfabwehrsystem mit dem einhergehenden Verteidigungsauftrag gilt es gemäss dem Schweizer Stimmvolk zu erfüllen - auch wenn dieser Entscheid zugegebenermassen eher knapp ausfiel.

 

Eine Glaubens- & Einstellungssache

Ich bin erfreut über die Wahlanalysen, dass insgesamt mehr grün/grünliberal und wirtschaftlich gewählt wurde und rückwärtsgerichtete Einstellungen vom Souverän nicht goutiert wurden.

Die Schweiz ist ein funktionierendes demokratisches System, auf das ich sehr stolz bin.

Siege bedeuten natürlich Bestätigung im politischen Vorhaben und dass man den Nerv der Bevölkerung getroffen hat; ein Sieg soll aber nicht zu Hochmut verleiten. Vielmehr ist nun auf parteiübergreifender Ebene der Blick nach vorne zu richten, um des Volkes Votum demokratisch und konsensual umzusetzen. Das ist gelebte, verantwortungsvolle und vor allem weitsichtige Politik!

 

 

Ebenso gilt es Niederlagen zu verkraften - für mich als überzeugte Glp-lerin eingetroffen auf kantonaler Ebene mit der Ablehnung des Energiegesetzes. Das Nein des Stimmvolkes zeigt, dass es nicht mit der Vorlage einverstanden war, und es ist nun unsere Aufgabe nach einer zweitbesten Lösung zu suchen. Auf bestehenden Gesetzen aufbauen und mit einem gut geführten Dialog trotzdem massgeblich am Fortschritt weiterarbeiten- das muss nun die Devise der unterlegenen Parteien sein.

Die Nichtannahme dieser Vorlage bedeutet meines Erachtens zu einem gewissen Mass Stillstand; und diesen möchte ich gemeinsam mit meinen Parteikollegen und Parteikolleginnen mit klugen Argumenten und Subventionsmöglichkeiten für eine nachhaltige Energiepolitik wieder in Gang setzen.