· 

Die Frage nach dem "Warum" und die Antwort des "Weil"

Zum Wochenabschluss und mit Blick auf das Wochenende möchte ich euch einladen mit mir diese Gedanken zu entfalten und euch auf eine kurze intellektuelle Reise einzulassen.

 

Ich bin eine grosse Befürworterin von Selbstreflektion, liebe philosophische Gedankenspiele und offene Weltanschauungen. Warum? Weil ich mein Leben bewusst leben und wahrnehmen möchte. Weil ich mir erlaube ab und zu selbstkritisch und wohlwollend in den Spiegel zu schauen und mich über Erlebtes freue und gleichzeitig überlege, wie ich gewisse Situationen zukünftig besser meistern könnte. Weil ich innere Dialoge ergiebig und offene Diskussionen brillant finde, um über den Tellerrand zu blicken. Das Leben ist zu schön, lehrreich, imposant und herausfordernd, um engstirnig zu sein. 

 

Warum? Weil ich wachsen möchte. Nicht körperlich - ich bin mit 1.80 m wahrlich "gross" genug! - sondern mental. Mentale Stärke ist für mich Selbst-Coaching, um widerstandsfähiger gegen Stresssituationen, Druck und Erschöpfung zu sein. Aber auch, um bewusst Glücksmomente und mein Hier und Jetzt zu würdigen und einfach mit mir zufrieden zu sein.

 

Warum? Weil es lohnenswert ist. Einfach mal innehalten. Den Moment wahrnehmen und dankbar sein, dass es mir gut geht.

 

Warum? Weil ich wie wir alle auf eine aussergewöhnliche und teilweise sehr einschneidende erste Jahreshälfte zurück blicke. Die Corona-Krise hat uns allen aufgezeigt, wie rasch das "normale" Leben, der Alltag, das Selbstverständliche in weite Ferne rückt. Wie es sich anfühlt, in Isolation zu leben, auf soziale Kontakte zu verzichten und sich mit liebgewonnenen Begrüssungsritualen zurückzuhalten. Aber auch das Gute, wie in meinem Falle das neue Zuhause sehr zu geniessen, festzustellen, dass das Home Office mit all den technischen Möglichkeiten prima klappt und virtuelle "Kaffees" oder "Apéros" gar lustig und unterhaltsam sein können.

 

Die Frage nach dem "Warum" ist spannend und öffnet Türen. Lässt uns (Lehr-) Pfade beschreiten, weil es auf das "Warum" nicht die Antwort gibt, sondern sich je nach Sozialisation, Erfahrungsschatz und Stimmung vielfältige Verästelungen auftun und somit "Weil-Antworten" resonieren.

Ich versuche für mich persönlich immer eine lohnenswerte Antwort auf meine innerliche "Warum-Frage" zu finden. Eine Antwort, die mich weiterbringt und inspiriert. Mit der ich in innere und/oder äussere Diskurse treten sowie meine Selbstreflektion in Bezug auf eine Situation in zukünftige Bahnen lenken kann.

 

Klingt gut, oder? Und tut auch gut!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein interaktionsreiches Wochenende - entweder mit der inneren Stimme oder im heiteren, sozialen Austausch.