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Von den Launen der Natur und den romantischen Bootshäfen in Mecklenburg-Vorpommern

Ganz nah bei der Natur zu sein, ist für mich das schönste Privileg. Eine Woche habe ich auf einem Hausboot auf der Mecklenburgischen Seenplatte verbracht. Ich war den Launen der Natur ausgesetzt und habe einmal mehr gespürt, wie mächtig sie doch ist und wie klein wir Menschen sind. Der Wind bliess mir um die Ohren, zauberte bizarre Wolkenbilder an den Himmel, versteckte die Sonne nur um sie Augenblicke später wieder strahlen zu lassen. 

 

Die Wellen auf der Müritz haben dem Boot und dem Steuermann bzw. der Steuerfrau einiges abverlangt. Doch schon im nächsten einmündenden Kanal fuhren wir wieder in absolut ruhigem Fahrwasser. Die Trockenheit liess das Navigieren zeitweise herausfordernd werden - nur gerade 20 cm Tiefe war noch zwischen Bootsbauch und Grund.

 

Die Müritz hat mich in ihren Bann gezogen - egal wohin mein Blick schweifte, die Natur war grandios, zauberhaft und abwechslungsreich. Die vielen Seerosen am Ufer, das sanft wogende Schilf, die vielen Kiefern, Birken, Silberpappeln, Vogelbeerbäume und Eichen säumten das Ufer. Ein Blick zurück liess alles wieder völlig anders aussehen. Absolut fantastisch auch die Tierwelt: über uns kreisten Möwen, Kormorane, Fischreiher, Seeadler, Schwalben, Wildgänse und Stare und im Wasser paddelten Stockenten. Sattsehen konnte ich mich nie!

Romantische Hafenatmosphäre garantiert

Abends mit vom Wind zerzaustem Haar und von der Sonne glühenden Backen in einem kleinen Hafen einlaufen, das Boot festmachen und entspannt die Beine bei einem erfrischenden Apéro hochlegen, die Abendsonne geniessen, die idyllische Hafenatmosphäre und die anderen Boote auf sich wirken lassen. In einem lokalen Restaurant die Gastfreundschaft und die eher deftigen Spezialitäten des nordöstlichen Deutschlands kosten und zu späteren Stunde müde in der gemütlichen Kajüte tief und fest einschlummern. Der Morgen eher frisch, die Oberfläche des Wassers spiegelglatt, Enten und Gänse gemächlich nach Futter suchend und die Frühherbstsonne, die den dünnen Morgennebel verscheucht... DAS ist für mich Lebensqualität und ein unglaubliches Freiheitsgefühl! Der Kopf wird bald leicht, die Gedanken plätschern einfach dahin, Ruhe kommt auf. Der Alltag ist weit weg; was zählt, ist der Moment im Hier und Jetzt.

 

Ich bin dankbar solche Momente mit all meinen Sinnen geniessen zu können, denn sie geben mir Kraft und Energie meinen ausgefüllten Alltag ausgeglichen und mit mentaler Stärke meistern zu können. Die einfachen Dinge erhalten plötzlich eine grosse Bedeutung, haben ihren eigenen Charme und Luxus wird absolut nebensächlich.   

Frisch ans Werk!

So bin ich mit eindrücklichen und zahlreichen Impressionen frisch erholt zurück und werde mit Elan und viel Kreativität die nächsten Themen aus dem Schreibatelier zu euch bringen. Der nächste Freitag kommt und somit erwartet euch ein herbstlich anmutendes Thema bei "Hallo Wochenende".

 

Und bereits am Samstag geht es mit einem interessanten Interview weiter: Freut euch auf die spannenden Antworten von CVP Kantonsrat der Stadt Zug Urs Raschle. Er äussert sich pointiert zu Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Integration, Gleichstellung und Kinderbetreuungsmöglichkeiten im Kanton Zug.

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Kommentare: 1
  • #1

    Patrick (Montag, 16 September 2019 17:29)

    Venus von Müritz �