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Ohne Wenn und Abfall einen nachhaltigen Alltag (er)leben

Es ist DER Schlüsselbegriff des 21. Jahrhunderts: NACHHALTIGKEIT. Mir kommt es vor, als ob dieser Begriff omnipräsent um mich herumschwirrt. Absolut gerechtfertigt und Nachhaltigkeit ist eines meiner Kernthemen, mit denen ich mich aktiv auseinandersetzte. Ich werde zukünftig sehr gezielt Blogposts absetzen und euch über meine neue Erkenntnisse, Ideen, selber erprobte Erlebnisse und Wissenswertes informieren.

 

Lasst uns das Thema mit einem offenen und vor allem neugierigen Blickwinkel beginnen!

Ziel dieses Blogposts soll es sein, dass wir eine gemeinsame Basis haben, um die Thematik in weiterführenden Beiträgen sicherzustellen.. Zudem möchte ich euch mit meiner unglaublichen Freude und meinem Willen, etwas zu verändern, anstecken, damit nachhaltiges Handeln ganz "easy" auch in eurem Alltag gelingt - ohne "Schischi" und "Schnickschnack".

Massvoll statt masslos

Ich bewege mich bereits mit kleinen Schritten nachhaltig durch meinen Alltag. Genützt hat mir die Einstellung, dass ich nicht von heute auf morgen mein gesamtes Leben umkrempeln kann. Auch, dass ich meinen eigenen für mich stimmigen Weg gehe, der kompatibel mit meinen Wertevorstellungen und meinem Respekt vor Mensch, Tier und Umwelt einhergeht. Dabei helfen zu Beginn subtile Massnahmen, die sofort in den Alltag integriert werden können und weitere, die nach und nach erfolgen. So habe ich zum Beispiel keine Wegwerf-Kaffeebecher für meinen Energie-Push am Morgen mehr gewählt, habe Plastikbesteck für mein Mittagessen und voluminöse Plastikverpackungen für meinen Salat vermieden und statt dessen meine Behälter von Zuhause mitgenommen, die ich selber befüllen kann (vgl. Blogbeitrag vom 29. Juli "Stylish und mit gutem Gewissen 'to go' unterwegs").

Das gleiche Prinzip gilt übrigens für die Plastiksäckli  beim Obst- und Gemüsekauf! Oder Bohnenkaffee statt Kapseln (ja, ich habe eine Secondhand-Kaffeemaschine gekauft - aber eben mit Betonung auf "gebraucht", was auch wieder umweltfreundlich ist!) Einfach, oder?

Anschliessend habe ich meine Duschmittel- und Handwasch-Fläschli aufgebraucht und durch Naturseifen ersetzt. Erfreut habe ich festgestellt, dass Seifen in hübschen Porzellan- und Holzschalen äusserst dekorativ aussehen und meinem Badezimmer einen Hauch von Wohlfühl-Oase verleihen - ein schöner Nebeneffekt!

Für meine langen Haare benutze ich keine billigen (Plastik-) Bürsten und Kämme mehr, sondern bin auf schöne Naturprodukte umgestiegen..

 

Diese winzigen Umstellungen haben mich enorm motiviert und inspirieren mich nun täglich einen Artikel oder einen Blog zum Thema Nachhaltigkeit zu lesen, um weitere Anregungen für einen nachhaltig gestalteten Alltag zu bekommen. Es ist mir sehr wichtig, dass ich meine Erkenntnisse, Erlebnisse und Tipps an mein Umfeld weitergebe und somit zum Handeln motiviere..

Balanceakt auf drei Säulen

Ich bin davon überzeugt, dass komplexe Themen im wahrsten Sinne des Wortes erst dann "nachhaltig" sind, wenn sie mit einem soliden Fundament aufgebaut werden, Wissen muss gesammelt und Verständnis vorhanden sein. Erst dann lohnt es sich Tipps & Tricks weiterzugeben, die den Alltag bereichern und nachhaltig verändern..

Lasst uns also zum Einstieg die drei Säulen der Nachhaltigkeit anschauen, um den Umfang und die Reichweite des Themas zu erkennen:

Bildquelle: Best Suisse

Im Zuge der wissenschaftlichen Diskussion wurden in den vergangenen Jahren viele Modelle zur Veranschaulichung und Erläuterung des Nachhaltigkeits-Begriffs konzipiert. Eines der bekanntesten Modelle ist das Drei-Säulen-Modell. Es thematisiert die grundlegenden Elemente der Nachhaltigkeit. Mir gefällt die Einfachheit und Plausibilität und darum möchte ich es euch gerne vorstellen.

Die soziale Nachhaltigkeit bezieht sich auf eine friedliche, spannungsfreie Koexistenz der Mikro- und Makro-Gesellschaft auf nationaler und internationaler Ebene. Es herrscht kein Krieg und Konflikte lassen sich ohne kriegsähnliche Bedrohungen lösen.

Von ökonomischer Nachhaltigkeit sprechen wir, wenn wir dafür Sorge tragen, dass unser wirtschaftliches Tun auch eine Existenz für kommende Generationen sicherstellt und wir nicht über unseren (wirtschaftlichen) Verhältnissen leben.

Ferner nutzen wir Ressourcen nur so intensiv, dass sie sich innert nützlicher Zeit von selbst regenerieren können und somit die ökologische Nachhaltigkeit für Mensch, Tier und Umwelt gesichert ist.

Die Interdependenzen der drei Säulen ist wichtig zu betonen, denn Nachhaltigkeit als ganzheitliches Konzept ist nur gesichert, wenn eine langfristige Koordination und somit ausgewogene Wechselbeziehung zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Nachhaltigkeit besteht.

 

Tipps zum Weiterlesen:

Das Richtige tun

Bitte keinen Aktionismus! Bitte auch nicht hektisch und ungeplant einfach loslegen. Das bringt nix!

Nehmt euch lieber in Ruhe einen Moment Zeit und überlegt euch, in welchem Lebensbereich ihr etwas verändern könnt und wollt. Ein Rundgang durch die eigenen vier Wände, die eigenen Gewohnheiten oder den täglichen Rhythmus Revue passieren lassen, wirken manchmal schon Wunder.

 

Nun, was habe ich bis jetzt unternommen? Lasst euch von meinen Ideen und Handlungen inspirieren. Glaubt mir, diese kleinen praktischen Kniffs sind super einfach umzusetzen. Sie haben mir Lust auf mehr gemacht! 

  • Im Sommer ist die Heizung in der Wohnung ganz abgestellt.
  • Mein Kühlschrank mutet auf den ersten Blick leer an; doch in Tat und Wahrheit kaufe ich täglich ein und reduziere potenziellen "Food Waste".
  • Apropos "Food Waste": ich gehöre zu den Menschen, die auf Optik Wert legen - ist also mal trotz gutem Vorsatz mein Obst etwas "älter" geworden, nehme ich den Mixer und gebe zum Schrumpelobst etwas Joghurt und Milch dazu und bereite mir zack-zack einen Smoothie zu.
  • Obst und Gemüse soll vorwiegend aus der Schweiz kommen. Nur noch in Ausnahmefällen kaufe ich bewusst ausländische Produkte ein (z.B. Mango, Ananas oder Avocado).
  • Ich kaufe konsequent Biofleisch im Detailhandel oder laufe die Extrameile zu meinem lokalen Dorfmetzger, der Fleisch aus der unmittelbaren Umgebung bezieht.
  • Ich habe auf meinem Balkon Kräuter gepflanzt, die ich mit Vorliebe für meine Speisen zum Würzen nutze (Basilikum, Rosmarin, Petersilie, Salbei und Minze).
  • Ich trenne konsequent den Biomüll vom normalen Hausmüll.
  • Ich nehme keine Plasticksäckli mehr sondern nehme mein Veggiebag mit zum Einkaufen (der hat übrigens immer in der Handtasche Platz und geht nicht mehr vergessen!)
  • Statt konventionelle Duschmittelflaschen bin ich auf natürliche Seifen ausweichen.
  • Ich habe meine Kapsel-Kaffeemaschine durch eine Bohnenkaffeemaschine ersetzt.
  • Ich kaufe kein Mineralwasser in Pet-Flaschen, sondern trinke Leitungswasser.
  • Ich ersetzte sukzessive meine Kosmetikartikel durch biologische und nachhaltige Produkte (Beispiele: Haarbürste, Kamm, Wattestäbchen, Wattepads, Kosmetiktücher, Crèmes etc.).
  • Wasser ist eine kostbare Ressource! Die Dusche fliesst nur noch so lange wie absolut notwendig - keine ausgiebigen Wasserschlachten leer.
  • Ich achte beim Kauf von Wasch-, Spül- und Reinigungsmittel auf biologische Abbaubarkeit.
  • Ich nehme regelmässig meine Lunchbox und meinen Kaffeebecher mit ins Büro und reduziere somit die gängigen Wegwerfartikel.
  • Der Geschirrspüler läuft nur, wenn er wirklich gut gefüllt ist - ebenso die Waschmaschine. Und diese im Sportgang, um Energie zu sparen.
  • Stromsparen einfach gemacht: wenn ich ein Zimmer verlasse, lösche ich das Licht.
  • Ich abonniere mir Newsletter zum Thema Nachhaltigkeit, um mein Wissen weiter zu entwickeln und mich inspirieren zu lassen.
  • Ich tausche mich in Foren mit anderen Bloggern aus und lese ein breites Spektrum an seriösen Newsportalen, um das Weltgeschehen im Blick zu behalten  (Tageszeitungen).
  • Ich bin mit dem öffentlichen Verkehr im Alltag unterwegs und nutze mein Auto am Wochenende.

 

Die Liste mutet lange an; aber das Schöne ist, all diese Dinge lassen sich mühelos und ohne grosse Anstrengungen in den Alltag integrieren.

 

Probiert es aus! Seid mutig, neugierig und offen. Überfordert euch nicht, sondern nehmt euch eins nach dem anderen vor. Es soll schliesslich auch Spass und Freude machen!

Dass wir handeln müssen, um die drei Säulen der Nachhaltigkeit im Gleichgewicht halten zu können, ist unbestritten.

Aus Liebe zum Leben. Aus Liebe zur Natur.

Ich liebe das Leben. Ich liebe die Natur. Ich möchte für mich, mein Wohlergehen, meinen Ausgleich, meine Gesundheit und die kommende Generation die Schönheit dieses wunderbaren Planeten erhalten. Handeln fängt bei mir selber an. Die intrinsische Motivation muss stärker als extrinsischen sein, damit wir überzeugt sind von unserem Tun.

 

Ich werde am 26. September am "Sustainable Start Up Networking Event in Zürich teilnehmen und mich mit anderen Selbständigen und Bloggern zum Thema Nachhaltigkeit austauschen. Ich freue mich riesig darauf und bin überzeugt, dass ich nebst interessanten Menschen auch mit neuen Erkenntnissen, neuen Impressionen und zahlreichen Ideen meinen grünen Fussabdruck erweitern kann.

 

  • Schickt mir eure Ideen, wie ihr euren Alltag nachhaltig gestaltet.
  • Welche Wissensquellen nutzt ihr, um ins Thema Nachhaltigkeit einzutauchen?
  • Was war eure schönste/wertvollste Erkenntnis?

 

Ich freue mich auf den Austausch!

 

Herzlichst

Simone

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