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Plastik wohin das Auge schaut

 

Ich bin frustriert: Wie immer lese ich beim Mittagessen meine abonnierten Online Medien und bleibe bei der "Neuen Aargauer Zeitung" am Artikel "Über 80 Prozent der Bio-Produkte sind in Plastik verpackt – Konsumentenschutz fordert Alternativen" hängen. Die Tatsache, dass Bio-Produkte und lose Produkte generell zu stark mit Plastikverpackungen versehen sind, ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Ich sammle lieber in einem Säckli und klebe alle Preisetiketten auf den gut gefüllten Obst- oder Gemüsebeutel.

 

Verpackung ist generell so ein Thema. Alternativen sind teilweise vorhanden – man denke an Mehrwegbehälter oder, wie im Artikel erwähnt, Netze aus Zellulose sowie Kartons aus Graspapier. All das ist umweltfreundlich und recyclebar. Und so lese ich interessiert den Artikel bis ich in Gedanken auf meinen Plastikabfall vor mir schaue. Nein, das darf doch nicht wahr sein, was ich da soeben an Abfall produziert habe: Hüttenkäse-, Joghurt- und Fruchtbächerli sowie Plastikbesteck. Der Klassiker im Take-Away, wenn man sich nicht wirklich Zeit für einen Restaurant- oder Kantinenbesuch nehmen möchte. Ich überlege sofort, was ich hätte anders machen können; und um ehrlich zu sein, fällt mir nichts ein. Natürlich, ich hätte zuhause einen Fruchtsalat parat machen und in der Tupperware mitnehmen können. Mein Job verlangt jedoch Flexibilität von mir und so arbeite ich heute zum Beispiel an einem anderen als meinem "Heimstandort " und bin nur mit Hand- und Laptoptasche ausgerüstet. Ich wollte mich in der kurzen Pause bewegen und habe mich deshalb gegen die Kantine entschieden. Da habe ich nun im wahrsten Sinne des Wortes den Salat!

 

Das Ergebnis meines Mittags lässt mich ins Grübeln verfallen, wie Abfallberge im Alltag wirklich minimiert werden können. Es geht so schnell, wie mein Beispiel zeigt.

 

Ich würde gerne wissen, was ihr für Tipps habt, wenn es schnell, flexibel und trotzdem gesund über Mittag gehen soll. Lasst mich an euren Gedanken teilhaben.

 

Herzlichst, Simone